Wochenende ist Camper- besser Staybetter-Zeit.
Dieses Wochenende ging es zuerst zu Manuel und Tobias Seitz und deren Schweinezucht Weidefleisch Seitz. Alles klang total vielversprechend, frisches Fleisch, Stellplatz direkt bei den Tieren, es machte einfach Lust auf mehr.
Also nach der Buchung über Staybetter gleich Kontakt per Whatsapp aufgenommen. Manuel grüßte ausgeruht aus dem Urlaub aus Kroatien mit dem Hinweis, dass genug Fleisch da ist und wir seinen Bruder Tobi sicher am Hof antreffen werden.
Freitag Mittag haben wir dann nach der Arbeit kurz unseren Kastenwagen fertig gerichtet und sind auch gleich durchgestartet. Am Hof angekommen haben wir Tobi direkt angetroffen. Er war gerade dabei, ein kleines technisches Problem zu beheben und erklärte uns nebenbei, wo wir uns hinstellen können. Ein Weg führt vom Hof direkt an der riesigen Weidefläche entlang, die sich die weit über 100 Duroc-Schweine teilen dürfen. Wir durften uns dort komplett frei entlang des Weges platzieren und hatten so (auch wenn die Wiese neben dem Weg leicht abgesenkt ist) direkten Blick auf die Tiere.
Bevor wir unseren Platz suchten, haben wir noch ganz kurz wegen dem Fleisch angefragt. Manuel war da wohl nicht ganz up to date, das Fleisch war leider leer (liebe Leser, jetzt nicht gleich abwinken sondern einfach weiterlesen!). Tobi hatte aber noch ein paar frische Bratwürste für uns. Er bot uns gleich an, noch zu seinem Hofladen in einen ca. 10 km entfernten Ort zu fahren, was wir aber gerne abgelehnt haben.
Mit dem Würsten im Gepäck ging es dann zu unserem Stellplatz und wir haben es uns erst mal gemütlich gemacht. Die Würste sahen schon fantastisch aus und haben auch unglaublich intensiv und lecker geschmeckt.


Kurz darauf kam dann Tobi und hat die Schweine gefüttert. Wir durften mit auf das eingezäunte Areal und haben von den gerade mal zwei Woche alten winzigen aber quietschfidelen Frischlinge bis hin zu den riesigen Sauen alles hautnah erleben dürfen.
Es war faszinierend, wie die ganzen Tiere aus dem Freilauf auf Zuruf von Tobi angestürmt kamen und sich dann auf das Futter stürzten.
Die Geschichte des Hofes
Ganz ehrlich? Zuviel will ich da gar nicht verraten. Während der Fütterung und auch immer, wenn wir Tobi irgendwo getroffen haben, haben wir ein bisschen mehr erfahren. Und die Geschichte selbst sollte wirklich nur von ihm und seinem Bruder erzählt werden. Sie ist so fantastisch, aufregend und wurde von Tobi mit soviel Herzblut erzählt, dass man dies eigentlich kaum in ein paar Worten niederschreiben sollte. Ich verrate nur mal soviel: Die Geschichte mit ihrer Schweinezucht begann, als die Jungs gerade 14 und 16 Jahre alt waren….
Den Duroc-Schweinen geht’s gut, das sieht und schmeckt man
Wir haben im Gespräch mit Tobi unglaublich viel über ihre Aufzucht erfahren. Die Tiere werden auf dem Hof geboren, verbleiben die ersten Wochen bei der Mutter. Wenn sie ausreichend Gewicht zugelegt haben, dürfen die Jungtiere auf das riesige Freigelände, wo sie rumtoben können, mehrere Unterschlupfmöglichkeiten und eine Kuhle haben, in der sie sich ordentlich „einsauen“ können. Den Tieren zuzuschauen macht einfach nur Spaß. Immer wieder rennen und hüpfen sie durch die Gegend und tollen herum. Wenn aber Fütterung angesagt ist, marschieren alle schnurstracks in die beiden Holzverschläge und warten, bis es endlich los geht.
Haben die Tiere ihr Sollgewicht erreicht, werden sie auch direkt auf dem Hof geschlachtet. Gerade dieser Punkt ist Tobi und Manuel sehr wichtig, um tatsächlich das komplette Leben der Tiere begleiten zu können.
Das Futter selbst wird ebenfalls auf dem Hof zusammengemischt. Gerade als wir am Samstag morgen abreisen wollten kam ein großer Lkw mit einer Schrotmühle und hat die einzelnen Zutaten aufgesogen, vermischt und geschrotet.
Am Samstag morgen hatte Tobi dann bis wir abreisen wollten bereits ganz frisch Fleisch verpackt. Wir hätten gerne direkt ein größeres Komplett-Paket (gibt’s auch online zu bestellen 😉 ) mitgenommen, die waren aber nicht fertig. Also haben wir einmal quer durch die Kühltheke gegriffen und einige Einzelpakete mit verschiedenen Steaksorten gekauft. Die ersten gingen dann direkt am Samstag Abend auf den Grill. Was sollen wir sagen? Die Steaks stehen den Würsten in nichts nach. Absolut super lecker und total zart. Es ist auf jeden Fall jeden Cent wert, den wir bezahlt haben.


Staybetter kann sich absolut glücklich schätzen, diese beiden mit ihrem fantastischen Hof als Übernachtungs-Spot gewinnen zu können. Der Platz direkt bei den Tieren, eine tolle Qualität der Produkte und total freundliche Gastgeber haben die dort verbrachten Stunden zu einem absolut tollen Erlebnis gemacht!
Impressionen







